„Krank, wenn unser Kinderarzt nicht Dienst hat“

Diesen Spruch sollte unser fast 2-jähriger Sohn Raphael in seinem Mutter Kind Pass geschrieben bekommen. Denn leider bewahrheitet es sich immer wieder. Die Ordinationszeiten unseres Kinderarztes passen leider nicht zu seinem Timing krank zu werden. In den letzten 2 Jahren wurde er meistens krank, wenn unser Kinderarzt freien Tag hatte oder Wochenende ist.

 

Aus diesem Grund, mussten wir leider schon viele Stunden in Ambulanzen von diversen Spitälern verbringen. Das Ergebnis dieser Besuche war meist nicht zufriedenstellend, da die Behandlung bzw. der Umgang mit den kranken Kindern in einer überlasteten Notfallambulanz und ihren überarbeiteten Ärzten eher als oberflächlich bezeichnet werden kann und eine weitere Konsultation des Kinderarztes am nächsten Tag zur Folge hatte.

 

Grundsätzlich müssen wir dankbar sein, dass unser Gesundheitssystem im Vergleich zu anderen Ländern noch sehr viel zu bieten hat, jedoch wären auch in diesem Verbesserungen und Erleichterungen gerade was unsere (kranken) Kinder anbelangt, sehr wünschenswert!

 

Ich möchte daher anhand unseres letzten Krankheitsfalles unseres Sohnes deutlich machen, wie ein besseres Patientenservice unseren Sohn besser, effizienter und schneller zu einer Genesung verholfen hätte.

 

Mein Sohn erhielt am 24.2 auf unserer Mütterberatungsstelle die dritte 6-fach Impfung.

Am Mittwoch den 26.2 schlief er in der Früh auffällig lange und wollte nach dem Aufstehen nicht weg von mir und war zum Teil apathisch. Beim Umziehen haben mein Mann und ich dann gesehen, dass seine Impfstelle am linken Arm ganz leicht geschwollen war.

 

Da er nur weinerlich war und nicht weg von mir wollte, habe ich ihm dann Fieber gemessen - er hatte zu diesem Zeitpunkt noch keines. Kurz danach fing er an, 2x zu erbrechen und weinte bitterlich dabei, ihm war eindeutig übel.

Vorerst dachten wir an einen Magen-Darm-Virus, aber als ich ihn dann auf die Couch gelegt hatte und er so gar nicht sich animieren ließ etwas zu trinken oder zu essen bzw. sich aufzusetzen war ich schon etwas stutzig. Das Ganze ging von 8 bis 10 Uhr so. Da er mir sehr müde erschien, entschied ich mich, ihn derweilen schlafen zu legen um Frau Prof. Dr. Zaknun anzurufen. Da mein Standard-Kinderarzt an diesem Tag keine Ordination hatte, fragte ich auf Notfallbehandlung bei Frau Prof. Dr. Zaknun an. Als ich dieser am Telefon kurz den Fall beschrieben hatte, meinte sie, ich sollte Raphael sofort aufwecken und unverzüglich zur Untersuchung kommen. Auf dem Weg in die Ordination, hat sich mein Sohn nochmals übergeben. Angekommen in der Ordination von Frau Prof. Dr. Zaknun (ca 10:30), stellte Frau Doktor folgendes fest:

Die Einstichstelle war innerhalb dieser kurzen Zeit sehr groß, rotgefleckt (siehe Foto oben) und sehr heiß.

Da mein Sohn dann mittlerweile 38,5 Fieber hatte und sehr apathisch war, entschied sich Frau Prof. Dr. Zaknun meinem Sohn Blut abzunehmen. Auf Grund der Ergebnisse des Blutbefundes, der den Verdacht einer Sepsis bestätigte, wurden wir sofort mit der Rettung ins Spital gebracht!

 

Das Spital hat meinen Sohn zwar aufgenommen, aber medikamentös wurde er NUR lokal an der Einstichstelle mit einer antibiotischen Salbe behandelt und nach 2 Tagen als „geheilt“ wieder entlassen.

 

Ein paar Tage später mussten wir wieder Fr. Prof, Dr. Zaknun Ordination aufsuchen, da unser Sohn plötzlich bis 40,5 Grad fieberte. Und auch dieses Mal musste Frau Professor die Rettung rufen und unseren Sohn erneut in ein Spital überweisen. Grund dafür war, das mittlerweile die Blutkultur aus dem ersten Spitalsbesuch vorlag, welche auf einen Keim hinwies der den Sepsis-Verdacht von Fr. Prof. Dr. Zaknun bestätigte.

 

Mein Sohn wurde dann endlich (nach 1 1/2 Wochen) mit Antibiotika intravenös behandelt und am 6.3.2014 aus dem zweiten Spital mit weiterer oraler Antibiotikatherapie in häusliche Pflege entlassen. Es geht ihm mittlerweile besser, aber die letzten 2 Wochen mit 2 Spitalsaufenthalten haben ihm sichtlich zugesetzt. Mein Sohn hat seither Albträume in der Nacht, ist eher nervös, leicht reizbar und sehr sensibel.

 

Abschließend, ziehen wir folgendes Resümee aus dieser traurigen Sache:

Wir hatten eine super kompetente Ärztin, die unserer Meinung nach eindeutig die richtige Diagnose stellte und die entsprechende Therapiemaßnahmen vorgeschlagen hätte. Aber leider waren ihr die Hände gebunden, da Frau Prof. Dr. Zaknun bisher keine Bewilligung hat, ihre Kinderarztpraxis auf eine Tagesklinik zu erweitern (bisher verweigert die Krankenkasse).

 

So hätte sie unserem Sohn viel Inkompetenz, Leid und verlorene Zeit ersparen können, wenn gleich nach Bestätigung des Sepsis-Verdachtes, ihr Therapievorschlag begonnen worden wäre. Denn sie hätte ihn sofort mit Antibiotika intravenös behandeln können. In weiterer Folge hätten wir dann für die nächsten Behandlungen alle 6 h ihre Ordination aufsuchen können/müssen bzw. hätten auch ein Tagesbett bekommen können. Somit wäre unserem Sohn (und auch uns Eltern) viel Stress und Leid erspart geblieben und einen allfälligen Folgeschaden – der jetzt aber noch nicht abzusehen ist.

 

Ich appelliere daher mit dieser Geschichte unseres Sohnes endlich ein Umdenken zu starten.

Wir Mütter müssen arbeiten gehen und gleichzeitig sollen wir den Spagat schaffen, 4 h in einer überfüllten Ambulanz zu sitzen, wenn der Kinderarzt nicht da ist.

Oder auch tagelange Klinikaufenthalte des Kindes zeitlich abdecken, obwohl die Erleichterung in Kinderkliniken wie sie Fr. Prof. Dr. Zaknun anstrebt, stecken würde!

Gruppenpraxis - Standort MED-22

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